Ermutigungen für die Corona-Auszeit (Teil 3)

Mit stark eingeschränkten, sozialen Kontakten kann einem ganz schön schnell die Decke auf den Kopf fallen. Eine noch so schön eingerichtete Wohnung wird plötzlich zum Gefängnis. Das schönste Hobby langweilig. Doch wie kann man solch eine Zeit gut überstehen? Paulus und Silas lagen zu Unrecht im Gefängnis, mit den Füßen im Block. Doch von Langeweile und Unmut ist bei ihnen keine Spur. Sie nutzten diese Auszeit in ganz besonderer Weise. In der

Apostelgeschichte 16,25 wird uns berichtet:

„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie.“

Sie haben richtig gelesen! Trotz des Gefängnisaufenthaltes loben diese beide Männer Gott. Und zwar nicht nur still und heimlich, sondern lautstark, dass alle Gefangenen ihre Lobgesänge hören. Wie können die beiden solches tun? Paulus und Silas sehen nicht nur ihre gegenwärtige, miserable Situation. Ihr Blick ist viel weiter. Ihnen ist bewusst, wieviel Gutes Gott ihnen im Leben schenkt. Dafür sind sie dankbar. Sie wissen um Gottes Macht und Stärke. Dafür loben sie ihn.

Viele Menschen jammern und klagen ständig über ihr Leid und wie schlecht es ihnen gehen würde. Doch Freude und Dankbarkeit für das viele Gute fällt uns Menschen schwer. Viel Erfreuliches ist schnell vergessen. Doch selbst im Elend geschieht uns noch viel Gutes. Zu welcher Gruppe gehören Sie? Zu den Klagenden oder zu den Dankbaren? Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Dankbarkeit und Freude für all das Gute neu entdecken. Lassen Sie doch Freunde und Bekannte an Ihrem Glück Anteil haben. Vielleicht mit einem Anruf oder Brief. Und vergessen Sie nicht, Gott zu danken, der täglich freundlich an Sie denkt!

Pastor Heiko van Dühren