Ermutigungen für die Corona-Auszeit (Teil 6)

„Abstand heißt das neue Wir-Gefühl.“ So lesen wir es in den Nachrichten. Eine schreckliche Vorstellung, wenn das ‚Wir‘ ein Trennung ist. Auch wenn für zahlreiche Menschen langsam die Einschränkungen gelockert werden, so verschwinden andere tiefer in der Isolation. Es betrifft oft ältere und kranke Menschen, aber auch Alleinstehende. Doch wer aus dem Blickfeld gerät, wird schnell komplett vergessen. Nein, komplett vergessen ist niemand. In 5. Mose 32,10 lesen wir:
„Gott behütet sein Volk wie seinen Augapfel.“
Dazu gehören auch wir, wenn wir Gott unser ‚Ja‘ gegeben haben. Wie gehen Sie mit ihren Augen um? Es ist ein unglaublich empfindliches Organ, das unverzichtbar wichtig ist. Daher gehen wir sehr sorgfältig mit unseren Augen um, auf dass es keinen Schaden erleidet. Vergessen können wir es niemals. Es ist ermutigend zu wissen, dass Gott uns nicht aus dem Blick verliert. Gott wacht sorgfältig über uns, da wir so unvorstellbar wertvoll sind. Jederzeit ist Gott für uns da. Er begleitet uns liebevoll auf jeden Schritt durchs Leben. Wir Menschen tun ebenfalls gut daran, Gottes Vorbild zu folgen. Auch wir sollten an die denken, die schnell vergessen werden. Ein kurzer Anruf per Telefon, eine ermutigende Karte in den Briefkasten, ein Wortwechsel über den Balkon. Andere können unsere praktische Unterstützung gebrauchen, wie für sie einkaufen gehen oder einen Mundschutz nähen. Mit sehr einfachen Mitteln können wir anderen Menschen zeigen: Sie sind nicht vergessen, wir denken weiterhin an sie. Auch mit Abstand können wir Beziehungen vertiefen. Es ist nicht schwer, einem einsamen Menschen eine Freude zu bereiten. Doch dadurch wird unsere Gesellschaft stark. So kann uns der Abstand ein neues Wir-Gefühl lehren. Machen Sie mit!

Pastor Heiko van Dühren