Ermutigungen für die Corona-Auszeit (Teil 13)

Noah und seine Arche sind weltberühmt. Aber das, was Noah tat, erschien damals den Menschen total verrückt und unvernünftig. Mitten auf dem trockenen Land, weit weg vom Meer, ein riesig großes Schiff zu bauen. Bauzeit: Fast 100 Jahre(!) Jedermann belächelte Noah: Wie kann man nur solch einen Unsinn umsetzen? Doch wir lesen deutlich:

„Noah tat alles, was Gott ihm gebot.“ (1.Mose 6,22)

Viele Menschen haben Zweifel. Kann man wirklich das tun, was Gott sagt? Also das, was wir in der Bibel lesen. Sollte man manchmal nicht auch die Vernunft einschalten und realistisch bleiben? Die Versuchung ist groß, uns mehr auf unseren eigenen Verstand zu verlassen als auf Gott. Doch bei Noah sehen wir: Hätte er nicht treu all das getan, was Gott ihm sagte, wäre er ebenfalls in den Fluten untergegangen. Damit hätte es keine Menschen mehr gegeben, auch nicht uns. Unser Zweifel kommt manchmal daher, dass wir viel zu klein von Gott denken. Wir trauen Gott oft nur das zu, was Menschen möglich ist. Leicht vergessen wir, dass Gott selbst die Zukunft kennt und alles in seiner Hand hält. Daher erscheinen uns Gottes Wegführungen schnell unsinnig und gewagt. Doch der Irrtum liegt bei uns. Nur weil unsere Sichtweise und unsere menschlichen Möglichkeiten stark eingeschränkt sind, heißt das noch lange nicht, dass Gottes Wege unmöglich sind. Oft genug habe ich selbst erlebt, dass Gott Dinge tat, die, menschlich betrachtet, zuvor unsinnig erschienen. Das gibt mir immer wieder Mut, Gott glauben zu schenken und all das zu tun, was er sagt. Selbst dann, wenn es menschlich betrachtet sehr riskant wirkt. Doch was Gott sich vornimmt, das erreicht sein Ziel. Immer! Haben Sie daher auch den Mut, das zu tun, was Gott sagt. Im Gegensatz zu unserem Verstand können wir Gott immer vertrauen.

Pastor Heiko van Dühren