Ermutigungen für die Corona-Auszeit (Teil 22)

Aktuell scheint die Corona-Situation völlig zu entgleisen. Unaufhaltsam rollt eine zweite Welle über uns hinweg. Infizierte werden nicht rechtzeitig erkannt. Kontaktperson gar nicht erst oder viel zu spät informiert. Da kann einem ganz schön Angst und Bange werden. Bei jeglicher Begegnung mit Menschen kann nichtsahnend eine Infektion geschehen. Sollte man sich deshalb jetzt dauerhaft in seiner Wohnung einschließen? Als Schutzmaßnahme vor Corona wäre das zwar hilfreich. Aber da Corona uns noch viele Monate begleitet, würde unsere Seele schweren Schaden nehmen. Der Prophet Jona erlebte eine völlige Isolation von der Außenwelt. Als er vor Gott floh, landete er im Bauch eines großen Fisches. Ihm tat dieses abgeschieden Sein nicht gut. Jona schreibt:

„Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir.“ (Jona 2,8)

Können wir nicht auch von Jona lernen? Als Jona völlig verzagt war und Angst um sein Leben hatte, da dachte er wieder an Gott. Dem, den er zuvor den Rücken gekehrt hatte. Er flehte Gott um Gnade an. Und tatsächlich ließ Gott ihn ins Leben zurückkehren. Der Fisch setzte ihn an Land ab. Auch wenn wir gegenwärtig verunsichert sind und Angst haben, so stehen wir nicht alleine im Leben da. Gott ist da und hält alles in seiner Hand. Vertrauensvoll dürfen wir uns an ihn wenden. In seinem Wort, der Bibel, finden wir Ermutigung und Trost. Gott schenkt uns Frieden, den diese Welt nicht kennt. Selbst unser Leben kann er vor schlimmen Schaden bewahren. Es lohnt sich also, sich im Gebet Gott anzuvertrauen. Zusätzlich sind in der Zeit der Kontaktbeschränkungen soziale Kontakte wichtig. Es geht auch sicher. Wie wäre es mit einem Brief oder einem Anruf?

Pastor Heiko van Dühren