AN.GE.DACHT

Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? (Matthäus 16 Aers 15)

Eine sehr interessante Frage, die Jesus seinen Jüngern hier stellt. Sie haben ihn eine ganze Weile nun schon begleitet, beäugt, beobachtet und bewundert. Vorrausgegangen war die Zeichenforderung der Pharisäer, die ihn nicht verstanden. Mit dem Hinweis auf das Erlebnis des Jona ließ er sie stehen. Und nun die Meinungsumfrage an seine Weggefährten: „Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?“ Ja, wer ist Jesus eigentlich? Seine Jünger gaben ihm folgende Antwort: „Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.“ (Matt. 16/13ff) Soso, dass sagen die Leute! „Und wer sagt ihr, dass ich sei?“ – Schweigen! Außer Petrus. Der antwortete: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn.“ (Matt. 16/16) Ich frage mich, was hätte ich wohl geantwortet? Vielleicht wäre ich bei den Personen stehen geblieben. Hätte erstmal nachgedacht: Johannes der Täufer? – Nein, der ist schon tot. Ist er Elia? – Nein, der ist auch im Himmel. Ist Jesus ein Prophet? – Kann sein. So wie er in der Schrift zu Hause ist. Unsicherheit hätte sich breit gemacht. Aber, wer ist JESUS eigentlich? Spontan würde ich sagen: „ ER ist der Gottessohn, der Gekreuzigte, der Heiland und Erretter, der Freund und auch der Bruder.“ – Stimmt, würde Jesus sagen: „Aber wer bin ich für DICH ganz persönlich?“ Eine Frage, die in meine Tiefen geht. Keine Momentaufnahme. Ich muss scharf nachdenken und würde vielleicht nachfolgend antworten: Jesus, du bist mein Schöpfer, der mich gewollt hat. Jesus, du bist mein Begleiter von Anfang an. Jesus, du bist mein Versorger für Leib, Seele und Geist. Jesus, du bist mein Gesprächspartner, dem ich alles sagen kann. Jesus, du bist der, der mir vergibt, wenn ich in Sünde gefallen bin. Mal ist Jesus für mich Helfer und Tröster, dann wiederum Erlöser und Herr. Das ist Situationsabhängig und hängt auch von meiner persönlichen Verfassung ab. Nur – von der will ich mich nicht abhängig machen. Sondern von JESUS allein: ER ist HERR! Ihm gebührt die Ehre: Für das was er getan hat und heute noch tut.     Und besonders für das, was ER ist: Christus, des lebendigen Gottes Sohn!  Das war die Antwort von Simon Petrus, eingegeben vom Heiligen Geist. Petrus hat sie sich zu eigen gemacht. Ob er wohl selbst darauf gekommen wäre? Weiß ich nicht. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich das auch so wie Petrus sagen kann, dann wirkt der Geist Gottes in mir. Das wünsche ich allen von Herzen, das du erkennen und sagen kannst: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“   (A. Kühn)