Ermutigungen für die Corona-Auszeit (Teil 10)

30. Mai 2020

Nun hat es mich erwischt. Mehr als zwei Wochen bin ich schon kraftlos und erschöpft. Die Temperatur ist erhöht. Ansteckungsgefahr besteht. Doch darf man eigentlich krank sein? Darf es im Leben auch Tage der Schwäche geben? In einer leistungsorientierten Gesellschaft scheint dies ein Problem zu sein. Wer nichts leistet, der ist für viele nichts wert. Paulus überrascht. Auch er hatte mit einer nicht geringen körperlichen Schwäche zu kämpfen. Er flehte Gott immer wieder um Gnade an. Dennoch musste er damit weiterleben. Doch er bleibt guten Mutes. Er schreibt (2.Korinther 12,9):

„Ich will mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Gottes bei mir wohne.“

Das passt nicht in unsere Leistungsgesellschaft hinein. Wie kann man nur offen zu seinen Schwächen stehen? Paulus hat begriffen, dass der Wert eines Menschen nicht von seiner Leistung abhängt. Auch was andere Menschen über uns denken, ist belanglos. Weil jeder Mensch ein wunderbares Geschöpf Gottes ist, ist ausnahmslos jeder wertvoll. Das muss nicht erst erarbeitet werden. Darüber hinaus weiß Paulus um ein Geheimnis, was einen Menschen wirklich stark macht: Es ist Gottes Kraft. Sonst nichts. Unser größtes Problem ist oft der eigene Stolz. Wir wollen selbst stark sein, um uns anschließend mit unserer eigenen Leistung zu rühmen. Doch damit bleiben unser Möglichkeiten im Leben auf unsere dürftigen, menschlichen Fähigkeiten begrenzt. Wo wir aber Gott in unserem Leben wirken lassen, kann Gott ungeahnte Dinge in unserem Leben möglich machen. Schwach zu sein ist damit kein Mangel. Vielmehr hilft es, sich neu und bewusst auf Gott und seine Kraft auszurichten. Wo Gott in einem noch so schwachen Menschen wirken darf, da beginnt er unvorstellbar große Dinge zu wirken. So kann auch ich getrost krank und schwach sein. Gott führt sein Werk fort, auch wenn ich nicht wie gewohnt einsatzfähig bin. So bin ich stark, auch wenn ich gerade schwach bin.

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona-Auszeit (Teil 9)

18. Mai 2020

Wie verbringen Sie Ihren Sommerurlaub? So manch einer wird betrübt über diese Frage. Was ist heute überhaupt noch planbar? Unser Leben wird momentan überall von Ungewissheit geplagt. Viele fragen sich: Was werden morgen die Politiker entscheiden? Kommt eine zweite Corona-Welle, und alles steht wieder still? Oder ganz existenziell: Wann öffnet die Kita wieder, dass ich arbeiten kann? Wird mein Arbeitgeber die Krise überleben? Oder: Wie geht es jetzt weiter? Keiner von uns kann einschätzen, was morgen geschieht. Viele Menschen sind verunsichert. Gerade die, die schon wochenlang grundlegend von den Einschränkungen betroffen sind. Wir sind der Situation mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Das ist zermürbend. Ein ermutigendes Wort lesen wir in Psalm 42,6: Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Dies ist nicht leicht umzusetzen, sondern bedarf einer persönlichen Entscheidung: Glaube ich, dass Gott mein Leben fest in seiner Hand hält und er mich liebevoll durchs Leben führt? Wenn ja, dann kann ich mich in all den gegenwärtigen Unsicherheiten immer wieder an Gott wenden: Du, Gott, hältst auch mein Leben in deiner Hand. Schenke mir den Mut, einzig auf dich zu vertrauen. Hilf mir, dass ich mich nicht selbst unnötig durch die Ungewissheit der Zukunft verrückt mache. Wenn wir Gott den Herrn unseres Lebens sein lassen, dann wird er auch uns in diesen ungewissen Zeiten tragen. Das ist gewiss! Und wir dürfen wissen: Einst werden wir ihm für seine Hilfe noch danken. Harren auch Sie daher mutig auf Gott!

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona-Auszeit (Teil 8)

7. Mai 2020

Was schätzen Sie, wie viel 1,5 Meter sind? Machen Sie doch einmal ein kleines Experiment: Stellen Sie zwei Stühle so nebeneinander, wie Sie 1,5 Meter schätzen würden. Wenn die Stühle Ihrem Empfinden nach richtig stehen, holen Sie bitte ein Maßband / einen Zollstock. Messen Sie nun einmal nach. Ich vermute, dass Sie diese 1,5 Meter deutlich zu kurz eingeschätzt haben. Wir Menschen liegen mit unserer Einschätzung erstaunlich oft daneben. Einzig an die Vernunft und das richtige Gefühl zu appellieren, ist daher sehr gewagt, in manchen Fällen sogar gefährlich. In unserem Leben treffen wir ständig Entscheidungen. Doch wie kommen wir zu einer sicheren Entscheidung? Wie wir gesehen haben, liegen wir mit unseren Einschätzungen oft daneben. In der Bibel finden wir einen klugen Rat (Sprüche 3,5f.):
„Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“
Gott will uns bei allen unseren Entscheidungen nicht alleine lassen. Stattdessen steht er uns helfend und beratend zur Seite. Gott ist vollkommen. Er hat den Überblick und ist weise. Er kennt alle Zusammenhänge. Gott will hierbei nicht als Besserwisser über uns herrschen. Vielmehr möchte Gott uns als ein guter und liebender Vater durchs Leben führen. Gott möchte uns ein erfülltes und gelungenes Leben ermöglichen. Da wir Menschen mit unseren Einschätzungen oft danebenliegen, erleben wir viel Kummer und Schmerz. Daher ist es wichtig, Gott in alle Fragen und Aufgaben des Lebens mit einzubeziehen. Selbst in den kleinen Dingen des Alltags kennt Gott sich aus. Das sind keine frommen Worte, sondern meine täglichen Erfahrungen. Vertrauen auch Sie auf Gottes Führung. Es lohnt sich, denn Gott liebt auch Sie.

Pastor Heiko van Dühren

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