Gemeindereferenten/-in bzw. Pastor/in gesucht

29. Juli 2021

Hier finden Sie unsere detaillierte Stellenbeschreibung.

AN.GE.DACHT

26. August 2022

Liebe Gemeinde,

das Buch Jesus Sirach gehört zu den Spätschriften des Alten Testamentes. Es wurde von dem jüdischen Weisheitslehrer und Schriftgelehrten Jesus Sirach im ersten Drittel des 2. Jahrhundert vor Christus in Jerusalem verfasst. Inhaltlich steht die Göttliche Weisheit und die Gottesfurcht im ersten Teil, das menschliche Zusammenleben und Unterweisungen dazu im zweiten Teil und Lobpreis im dritten Teil im Mittelpunkt. Dieser Spruch gefällt mir, senkt er sich doch sogleich in mein Herz. Ein weises Herz: Das klingt bedächtig, ein bisschen altmodisch und langweilig in einer temporeichen Zeit. Es klingt nach Altersweisheit und Ruhesitz im Alter. Das Gegenmodell zur Ruhe ist das Jagen: die Jagd nach Glück. Viele Menschen erwarten es wie selbstverständlich, glücklich zu sein; sie erheben Anspruch auf Glück. Das macht sie aber nicht nur zu Jägern, sondern auch zu Gejagten im Erreichen des Glücks. Was bitteschön ist nun Weisheit? Die Menschen der Bibel meinen damit so etwas wie einen inneren Kompass, der das rechte Maß angibt: ein Kompass, der hilft, die Balance zu halten zwischen Alleinsein und Gemeinschaft, zwischen Sammeln und Loslassen, Arbeit und Ruhe, Ernstes und Ausgelassenheit, Gewohnheit und Kreativität. Das weise Herz, dieser innere Kompass, wird in der Bibel durch zwei Sätze erläutert:
Der eine heißt: „Der Weisheit Anfang ist die Furcht des Herrn“ (Spr. 9,10), die Ehrfurcht vor Gott.        
Der Satz bezeichnet Erschrecken, Hochachtung und Staunen zugleich. Ehrfurcht vor Gott: Das meint, ich beherrsche mein Leben nicht; das Leben läuft nicht nach meinem Masterplan ab, den ich mir ausgedacht habe. Die Kinder werden z.B. nicht so, wie es sich die Eltern vorgestellt haben; der Partner ist nicht der Glücksbringer, der sich nach den Träumen meiner Sehnsucht formen lässt. Es irritiert mich und zugleich komme ich jedoch ins Staunen, welche Lebensfreude von manchen meiner Mitmenschen ausgeht, welche Anstöße und gute Ideen sie mir vermitteln. Ehrfurcht vor Gott: Ich erschrecke auch über eigene Fehler und Sünden, über mangelnde Wachheit, über die Vergeblichkeit mancher Aktivität; und dann staune ich wieder, wie ich unerwartet Kraft bekomme, welches Glück mir geschenkt ist, welch eine Gnade es ist, in IHM geborgen zu sein und Großartiges zu erleben.

Das macht mich Dankbar.Der zweite heißt: „Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit“ (Sir. 1/10). Das klingt überhaupt nicht erschreckend, sondern es macht deutlich, wie schön es ist, mit Gott und Jesus Christus verbunden zu sein. Ich lebe nicht nur so in den Tag hinein mit Angst und Schrecken, mit Lust und Gier – je nachdem. Ich lebe nicht nur so dahin, ich werde auch nicht gelebt durch all das, was mich treibt, sondern ich weiß mich verbunden mit IHM, in meinem Leben, das ich annehme, mit Jesus Christus, der mir dieses Leben gibt und aufträgt. Weisheit? Glück? Das ist gar kein Gegensatz. Glücklich bin ich, wenn ich mich mit Menschen in einer guten Beziehung verbunden weiß; wenn ich mich selbst annehmen und zu dem stehen kann, was ich bin und tue. Ich lebe nicht in einem luftleeren Raum, in dem ich herumgewirbelt werde und wo kein Halt ist, sondern ich weiß mich geborgen in der Liebe Gottes, die mich zur Liebe zu den Mitmenschen führt, zur Achtung vor ihnen, zur Achtung der Schöpfung, zur Ehrfurcht vor dem Leben. Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit und das höchste Glück.        
Dann werden wir klug.

Andreas Kühn

Heimatfestgottesdienst am 14. August um 10.00 Uhr in der Kreuzkirche Spremberg

8. August 2022

Auf ein Wort …

31. Mai 2022

Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod. (Hoheslied 8 Vers 6)

Liebe Gemeinde,

der Monatsspruch vom Juni ist einem Liebesgedicht vom König Salomo entnommen. Ein Mann, der wie kein anderer mit der Weisheit Gottes gesegnet wurde. In den Texten von Hoheslied gibt er Einblick in die Macht der Liebe. Es ist eine Sammlung von Liebesliedern, in denen das Suchen und Finden, das Sehnen und gegenseitige Lobpreisen zweier Liebender geschildert wird. Und es steht deshalb in der Bibel, um uns den Segen dieser Schöpfungsgabe vor Augen zu führen. Wer sich in der Bibel auskennt der weiß: Die Liebe zwischen Mann und Frau ist dort immer auch ein Sinnbild und Gleichnis für die Liebe zwischen Gott und uns Menschen. Die Liebe ist nicht nur die Flamme, die Gott zwischen Menschen stiftet, sondern diese Flamme lodert auch von ihm selbst her auf die Menschen zu. Sie drängt auf Gemeinschaft mit ihm. Sie tut es bis zum heutigen Tag.      Trotz unzähliger Gemeinheiten und Beleidigungen seitens der Menschen, immer wiederkehrenden Rückfällen in die Sünde, lässt Gott sich nicht beirren, seine geschaffenen Menschen zu lieben. Er möchte in Gemeinschaft mit uns leben, für immer. Liebe ist eine ernste, eine heilige Sache. Und wenn Liebe unter uns Menschen bereits stark wie der Tod und das Totenreich ist, so ist Gottes Liebe noch viel stärker. Denn seine Liebe überwindet für uns den Tod und die Hölle mit ihrer Macht. Ein Ausdruck dafür ist sein Plan B. Plan A funktioniert seit dem Sündenfall nicht mehr. Gott lässt seinen Sohn Mensch werden. Und Jesus Christus leidet und stirbt für unsere Schuld und Sünde. Freiwillig wird Gott ein Mensch aus lauter Liebe. Aus Liebe unterwirft sich Jesus der Macht des Todes, um sie für uns zu überwinden. Durch seine Auferstehung ist der Tod und die Hölle ein für allemal besiegt. Bestätigt und besiegelt durch seinen heiligen Bund mit uns Menschen. Wir erinnern uns daran im Abendmahl. Ja, es ist wie ein Siegel, es ist ein Zeichen und ein vollständiger Vertrag von Gott dem Vater, durch seinen Sohn Jesus Christus mit uns Menschen. Gott hat den neuen Bund vertraglich besiegelt, die Schrift bezeugt es. So aus der Vergebung aller Schuld lebend, dürfen wir rein und heilig wieder dem himmlischen Vater unter die Augen treten, dürfen die Gemeinschaft mit ihm haben, die er sich ersehnte.                       
 „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Johannes 3 Vers 16)                 
Gott ist treu. Er steht zu seinen Zusagen. Er steht zu seinem Bund. Der neue Bund, das neue Testament, ist Gottes feierliche Verlobung zwischen sich und der Gemeinde, seiner Braut. Darum lasst uns so leben, wie es sich für die Braut Jesu Christi gehört. Wir wollen ihn von Herzen liebhaben und die Gemeinschaft ständig mit ihm suchen. Gott bestätigt in Jeremia 29 Vers 13-14:
Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, werde ich mich von euch finden lassen´, spricht der HERR. Welch schöne Verheißung. Liebe Gemeinde, ich wünsche euch allen Gottes Siegel in´s Herz. Er liebt uns. Er liebt seine Gemeinde. Das steht für immer fest.

Andreas Kühn

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